Das Igel-Futterhaus

Wer Igel im Garten hat, erfreut sich oft an ihrem Anblick und schnell kommt die Frage auf: “Wie kann ich ihnen Futter anbieten, ohne unerwünschte, kleine Gäste im Garten zu haben?”. Die beste Lösung ist hier ein Futterhaus.

Warum ein Futterhaus?

Ein Futterhaus schützt das angebotene, artgerechte Futter vor Fliegen, welche dem Igel Krankheiten übertragen, oder offene Wunden des Igels als Eiablage nutzen und ihm somit noch mehr Schaden zufügen.

Aber auch vor Regen und anderen Tieren wie beispielsweise Katze, Marder, Waschbär und Ratten wird das Futter so gesichert.

Wer zusätzlich seine Gartenbewohner mit Wildkameras beobachtet, kann so auch sicher sein, dass der Igel genau diese Stelle aufsuchen wird, welche ihm als Futterquelle angeboten wurde. Darüber hinaus ist so aber auch zu erkennen, sollte es dem Tier nicht gut gehen.

Wie sieht das ideale Futterhaus aus?

  • Es ist ausreichend groß, denn es bleibt selten bei einem Igel.
  • Mit zwei Ein-/Ausgängen können sich die Igel aus dem Weg gehen, da diese im Normalfall Einzelgänger sind.
  • Das Haus hat einen Labyrinth-Eingang, durch den auch der dickste Igel passt, da sie sich lang und schlank machen können (Faustregel: Mindestgröße Eingang 10x10cm).
  • Rattenklappen (Schwingklappen) vor dem Eingang sind empfehlenswert, da diese ungebetene Gäste schon im Vorfeld abschrecken.
  • Wer das Futterhaus wetterbeständig und längerfristig nutzen möchte, verwendet eine dementsprechende Lasur.

Beispiel Futterhaus

Der Standort

Da Igel sich gerne in Sicherheit wiegen, ist ein Standort an einer Hecke oder einem Busch ideal. So haben sie die Möglichkeit sich gleich zu verstecken, sollten sie das Haus verlassen und Gefahr wäre in Sicht. Ein regengeschützter Platz erhält zudem die Langlebigkeit des Futterhauses und lockt auch bei schlechtem Wetter die Igel an.

Es ist ratsam, das Haus auf eine Steinplatte oder ähnliches zu stellen, da Igel nicht unbedingt die ordentlichsten Esser sind. So kann der Platz des Futterhauses einfach gereinigt und anschließend wieder genutzt werden. Bei der Reinigung sollte darauf geachtet werden, dass keine Chemikalien genutzt werden – am besten mit klarem, sauberen Wasser.

Wasserschalen sind am besten außerhalb des Futterhauses platziert, da durch die Trennung von Futterhaus und Wasserschale die Möglichkeit besteht sich nach dem Essen zu trennen. Das Futterhaus wird somit nicht von zu vielen Igeln auf einmal besucht. Des weiteren bietet die Wasserschale außerhalb des Futterhauses auch vielen Insekten die Chance auf Flüssigkeit.

Aufgrund der Reviertreue von Igeln, merken sie sich ihre Futter- und Wasserstellen, weshalb sie sehr oft und aufgrund des Mangels an Wasser und Insekten gerne an diese Stellen zurück kehren.